Schwarze Hunde:
Übersehene Seelen im Schatten

In vielen Tierheimen zeigt sich ein trauriges Phänomen: Schwarze Hunde warten deutlich länger auf ein Zuhause als ihre helleren Artgenossen. Tierschützer sprechen in diesem Zusammenhang vom sogenannten „Black Dog Syndrome“ – einem Begriff, der auf die unfaire Benachteiligung dunkler Hunde aufmerksam macht.

Während helle oder gemusterte Tiere oft schnell Interessenten finden, bleiben schwarze Hunde häufig monatelang oder sogar jahrelang im Tierheim.

Doch woran liegt das?

Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Zum einen wirken schwarze Hunde auf Fotos oft weniger ausdrucksstark – ihre Gesichtszüge und Mimik sind schwerer erkennbar, was insbesondere in den sozialen Medien, wo viele Tierfreunde nach einem neuen Begleiter suchen, ein Nachteil ist. Zum anderen halten sich in manchen Köpfen noch immer alte Vorurteile und Aberglauben: Schwarze Tiere gelten mancherorts als unheimlich oder weniger freundlich.

Ein weiterer Grund ist schlicht die Wahrnehmung. Schwarze Hunde fallen weniger auf, wirken gewöhnlich oder unscheinbar.

Tierschutzorganisationen appellieren deshalb eindringlich an potenzielle Adoptanten, nicht nach Farbe zu wählen.

Schwarze Mischlingshündin sitzt auf Baumstumpf

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