Mach's gut Bob
Mir zerreißt es das Herz, diese Zeilen zu schreiben. Ich war kein langer Wegbegleiter und kenne ihn nicht seit dem Tag, an dem er ins Tierheim kam. Und doch fühlt sich mein Herz unendlich schwer an bei der Nachricht, dass Bob heute verstorben ist.
Ich kann den Schmerz bis hierher spüren – den Schmerz, der gerade bei seinen Bezugspersonen durch den ganzen Körper zieht, der die Luft nimmt und Worte unmöglich macht. Bob war Teil meiner Wochenenden. Ich glaube, in den letzten zwei Jahren gab es kaum ein Wochenende, an dem ich ihn nicht gesehen habe. Auch wenn ich nie selbst mit Bob unterwegs war, war er doch mindestens in einer Runde pro Wochenende dabei. Und genau so, ganz leise und selbstverständlich, hat er sich einen festen Platz in meinem Herzen geschaffen.
Ich durfte ihn als ganz besonderen Begleiter kennenlernen – als verspielten, verschmusten, glucksenden, schnee- und wasserliebenden Hund, oder auch liebevoll als „Kragenechse“.
Bob hat eine Entwicklung durchgemacht, die mich jedes Mal aufs Neue staunen ließ. Eine Entwicklung, bei der man heute kaum noch glauben kann, wie er früher im Umgang war. Er war der lebende Beweis dafür, was Geduld, Liebe und Vertrauen bewirken können.
Mir fehlen die richtigen Worte, um diese Leere zu beschreiben, die seine Abwesenheit hinterlassen wird. Eine Leere, die in den Wochenenden spürbar sein wird, in den Runden, in den Blicken dorthin, wo er eigentlich sein müsste.
Bob fehlt. Und er wird fehlen.
Er hinterlässt Spuren – tiefe, unauslöschliche Spuren.
Run free, Bob.