Black Week mal anders

Rottweiler-Hündin steht mit den Vorderbeinen auf einem Baumstumpf im Wald

Während überall Rabatte locken, rücke ich diejenigen in den Mittelpunkt, die oft unsichtbar bleiben: schwarze Hunde aus dem Tierschutz.
Jeden Tag stelle ich euch auf Instagram einen Hund aus dem Tierschutz vor, der zu lange übersehen wurde, besondere Erfahrungen gemacht hat oder trotz Rückschlägen nie aufgehört hat zu hoffen.

Diese Woche gehört ihnen – den Stillen, den Treuen, den Schwarzen.
Lass dich berühren, inspirieren und vielleicht sogar dazu bewegen, einem dieser besonderen Hunde eine Chance zu geben.

Willkommen zur Black Week mal anders.

Montag: Nero

Den Anfang macht Nero.
Er hat im Tierheim Chemnitz sein neues Zuhause gesucht und im Dezember 2023 endlich auch gefunden.
Nero steht stellvertretend für all die schwarzen Fellnasen, die genauso liebevoll, treu und einzigartig sind wie jede andere Farbe.

Dienstag: Veit

Heute geht es um Veit.
Veit wurde 2014 im Tierheim geboren, fand zwischenzeitlich ein Zuhause … und kam wieder zurück. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Mittlerweile ist er 11 Jahre alt.
Er gehört zu denen, die man nicht einfach „mal eben“ vermittelt. Veit hat seinen eigenen Kopf, seine Eigenarten – und genau deshalb braucht er Menschen, die ihn verstehen.
Im Tierheim hat er diese Menschen gefunden: Pflegerinnen und Pfleger, die ihn lieben, wie er ist. Die wissen, wie man mit seinem Charakter umgeht. Die ihm Sicherheit geben und ihn so akzeptieren, wie er ist. Veit zeigt: Nicht jeder Hund findet ein Zuhause außerhalb des Tierheims. Manche finden ihr Zuhause dort, bei den Menschen, die sie täglich begleiten.

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Mittwoch: Wilma

Jeder, der sagt, ein Maulkorb lässt einen Hund gefährlich aussehen, hat Wilma und ihren Maulkorb noch nicht gesehen.
Schaut euch doch nur diesen Blick an. Wilma wurde 2024 geboren und hatte in ihrem viel zu jungen Alter bereits einen eigenen Wurf Welpen. Sie wurde wegen schlechter Haltung beschlagnahmt und wartet nun im Tierheim auf verantwortungsbewusste Menschen, die ihr zeigen, wie ein gutes Leben aussieht.

Sie ist unglaublich schlau, liebt es zu kuscheln und wird zur wahren Schmusemaus, wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst hat. Aber genau das braucht sie: ein bisschen Zeit, um aufzutauen und anzukommen.

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Donnerstag: Frankie

Update: Frankie ist leider am 08.12.2025 verstorben. Mach's gut Frankie.

Frankie ist ungefähr zwei Jahre alt und kam aus einer Beschlagnahmung ins Tierheim – krank, völlig ausgezehrt, nur noch Haut und Knochen.
Ein Hund, der eigentlich kaum noch Kraft hatte.
Und trotzdem zeigt Frankie etwas Wichtiges:
Tiere im Tierheim sind so viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht.
Denn um ihn wurde wirklich gekämpft.
Die Pflegerinnen gaben alles: tägliche Infusionen, Untersuchungen und Behandlungen, intensive Beobachtung und unglaublich viel gemeinsame Zeit.
Stück für Stück kämpfte sich dieser junge Rüde zurück ins Leben. Heute nimmt Frankie zu, baut Muskulatur auf und findet langsam zu seiner Kraft zurück.
Doch eines bleibt: Er ist ein Hund, den man nicht unterschätzen darf.

Freitag: Luna

Trotz der vielen Rüden im Tierheim gibt es sie natürlich – die Hündinnen. Und heute geht es um Luna.
Wer Luna kennt, kennt sie als freundliche, verschmuste und unglaublich lernwillige Begleiterin.
Doch Lunas Weg war alles andere als leicht.
Sie wurde beschlagnahmt und bringt ihr eigenes Päckchen mit – eines, das man ihr nicht immer sofort ansieht.
Fremden gegenüber ist sie misstrauisch, besonders wenn es um Männer oder Kinder geht.
Aber wenn Luna einmal Vertrauen fasst, dann zeigt sie ihr wahres Wesen:
Eine sanfte, liebevolle Hündin, die Nähe sucht und gefallen möchte.

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Samstag: Bob

In dieser Black Week möchte ich nicht nur die Hunde zeigen, die auf ein Zuhause warten, sondern auch diejenigen, die ihr Zuhause bereits gefunden haben – im Tierheim.
Hunde, die nicht alt sind. Nicht schwer krank. Und trotzdem nicht mehr ausziehen werden. Bob ist einer von ihnen.
Im Tierheim trägt er den Titel „unvermittelbar“.
Ein Begriff, der niemals leichtfertig vergeben wird und immer mit viel Erfahrung, Beobachtung und Verantwortungsgefühl einhergeht.
Viele Hunde im Tierheim tragen ihr Päckchen – manche schwer, manche leichter.
Doch eine kleine Gruppe trägt ein größeres.
Hunde, für die das Tierheim der sicherste Ort ist, weil sie dort Menschen haben, die wissen, wie man mit ihnen umgeht.
Hunde, die dort bleiben dürfen. Bob ist genau so ein Hund.
Aber er ist keineswegs „nur“ ein Tierheimhund.

Sonntag: Linus

Zum Abschluss meiner Black Week mal anders möchte ich einen Hund vorstellen, der mir besonders ans Herz gewachsen ist: Linus. Vor genau einem Jahr haben wir uns kennengelernt und sind unsere erste gemeinsame Runde gelaufen. Mit jeder weiteren Begegnung hat Linus mein Herz ein Stück mehr erobert. Heute freue ich mich riesig, wenn ich ihn sehe. Er ist ein Hund, der mit seiner Art berührt, fordert, beeindruckt und gleichzeitig zeigt, wie viel Charakter in einem einzigen Tier stecken kann.
Aber Linus ist für mich auch das perfekte Beispiel dafür, was ein Hund bedeutet: Verantwortung.
Es reicht nicht, wenn ein Hund einem „gefällt“. Man muss auch ehrlich zu sich selbst sein.
Und das bin ich:
So sehr ich Linus mag – er passt aktuell nicht in mein tägliches Leben.
Ich habe weder die finanziellen Mittel noch ein Arbeitsumfeld, in das ich ihn mitnehmen könnte. Und auch nicht die Erfahrung, die ein Hund wie Linus braucht und verdient. Linus hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Entscheidungen nicht aus dem Herzen allein, sondern aus Herz und Verstand zu treffen. Und dass echte Tierliebe manchmal bedeutet zu sagen: Ich bin nicht der richtige Mensch für dich – noch nicht oder vielleicht nie.

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